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Anleihen / festverzinsliche Wertpapiere


Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen zum Thema Festverzinsliche Wertpapiere.

1. Was sind Festverzinsliche Wertpapiere?

Festverzinsliche Wertpapiere verbriefen Forderungsrechte. Der Schuldner (=Emittent) verschafft sich dadurch Fremdkapital, d. h. Sie als Kunde werden zum Gläubiger des Emittenten. Als Emittenten können Banken, der Staat oder große Unternehmen auftreten.

Festverzinsliche Wertpapiere werden häufig auch als Anleihen, Obligationen oder Schuldverschreibungen bezeichnet.

2. Welche Rechte hat man beim Kauf einer Anleihe?

Sie haben zweierlei Ansprüche beim Erwerb einer Anleihe:

  •  Anspruch auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals am Ende der vereinbarten Laufzeit
  •  Anspruch auf Zinszahlung

3. Was ist eine Optionsanleihe?

Optionsanleihen können auftreten, wenn der Emittent ein börsennotiertes Unternehmen ist. Die Option, also Ihr Recht als Kunde, besteht darin, das eingesetzte Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt zu vorher bestimmten Bedingungen in Aktien des Emittenten zu tauschen oder aber die Rückzahlung des Kapitals zu verlangen.

4. Was ist ein Zerobond?

Als Zerobonds werden Anleihen bezeichnet, die während der Laufzeit keine Zinsen ausbezahlen. Der Ertrag für Sie als Anleger ergibt sich aus der Differenz zwischen Kaufpreis und Rückzahlung am Ende der Laufzeit. Sie kaufen z.B. um 1.000 Euro und erhalten am Ende 1.200 Euro zurück. Dies entspräche einem Ertrag von 20 Prozent.

5. Welche Risiken gibt es bei Festverzinslichen Wertpapieren?

Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko bezieht sich auf die Kreditwürdigkeit des Emittenten. Normalerweise sind Emittenten, die regelmäßig am Kapitalmarkt auftreten, bewertet – im Fachjargon nennt man dies „Rating". Das bedeutet, dass sie hinsichtlich Ihrer Kreditwürdigkeit eingestuft sind. 

Diese Einstufung wird in Form von Buchstaben (AAA bis D) angegeben. AAA bedeutet beste Bonität, D sehr schlechte Bonität. Bei schlechter Bonität kann es vorkommen, dass der Emittent seinen Zinszahlungen und der Rückzahlung nicht nachkommen kann.

Fremdwährungsrisiko

Haben Sie Anleihen in Fremdwährung erworben, kommt zusätzlich das Wechselkursrisiko hinzu. Da Ihre Anleihe in einer Fremdwährung, z.B. US-Dollar, notiert, kann durch das Fallen des Dollarkurses ein Verlust entstehen. Umgekehrt ist natürlich auch ein zusätzlicher Ertrag möglich.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko bezeichnet die negative Beeinflussung des aktuellen Wertes einer Anleihe durch eine Änderung des Zinsniveaus auf dem Kapitalmarkt. Obwohl eine Anleihe in der Regel zum Nominalwert (= 100 Prozent) zurückbezahlt wird, ändert sich bei Änderung des Zinsniveaus der aktuelle Wert einer festverzinslichen Anleihe.

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